In Vorbereitung, 2026.
Menschen. Lebenswege. Sprachbilder.
Manche Menschen tragen ihren Lebensweg sichtbar in sich. Andere Spuren bleiben verborgen: Erfahrungen, Entscheidungen, Verletzungen, Hoffnungen und die Kräfte, die einen Menschen durch sein Leben tragen.
Aus langen Gesprächen über Herkunft und Kindheit, über Wendepunkte, Verluste und Hoffnungen sind einundzwanzig poetische Porträts entstanden. Diese Texte erzählen keine Biografien im herkömmlichen Sinn. Sie verdichten Lebensgeschichten zu literarischen Bildern. Menschen erscheinen in Momenten ihrer Wahrheit: in dem, was poetisch verdichtet wird – und in dem, was zwischen den Worten spürbar bleibt.
Eine eigene Form zwischen Literatur und Porträtkunst
Die porträtierten Menschen begegnen uns nicht als Abbild, sondern als Sprachbild. Die Texte bewegen sich zwischen Lyrik und Prosa. Sie leben von Verdichtung, Rhythmus und Bildhaftigkeit.
So entsteht eine literarische Form zwischen Porträtkunst und Poesie: Ein Mensch wird sichtbar in seiner Überzeugung, seiner Verletzlichkeit, seiner Stärke und seiner unverwechselbaren Art, dem Leben zu begegnen.
Den Fels rollen – das Schwere und das Leichte
Der Titel erinnert an den Mythos des Sisyphos: den Menschen, der seinen Fels immer wieder den Berg hinaufwälzt. Doch der Fels ist nicht nur Last. Er kann bewegt werden. Er verändert seine Bedeutung durch die Art, wie Menschen mit ihm leben.
In den Porträts steht der Fels für das, was Menschen tragen: Verantwortung, Verluste, Verletzungen, Aufgaben und Schicksal. Aber ebenso für das, was ihnen Kraft gibt: Beziehungen, Hoffnung, Kreativität, Glaube, Liebe und die Fähigkeit, immer wieder neu aufzustehen.
Begegnungen mit Menschen
Die Porträts führen durch unterschiedliche Lebenswelten: junge und alte Menschen, Forschende und Kreative, Suchende und Gestaltende, Menschen mit besonderen Lebensgeschichten und Erfahrungen.
Jeder Mensch bleibt unverwechselbar. Und doch erzählen diese Porträts immer auch etwas Allgemeines: von uns selbst. Im Blick auf andere Menschen begegnen wir manchmal den eigenen Fragen.
Wie in einer Ausstellung
Die Gestaltung des Buches folgt dieser Idee. Es wird dazu eingeladen, von einem Porträt zum nächsten zu gehen, zu verweilen, zurückzukehren und sich einzulassen.
Fotografien eröffnen eigene Räume. Die Texte treten mit den Bildern in Beziehung – manchmal ergänzend, manchmal mit Spannung. Denn Bilder und Sprachbilder brauchen Raum.
Sie brauchen Stille. Sie brauchen Zeit.
!!!!! zzgl. Subordner: Leseprobe / Hörprobe / Buchauszug im Video